Medienkonsum auf der Flimmerkiste

Ich meckere gerne über die öffentlichrechtlichen Fernsehanstalten. Vor einigen Wochen habe ich mehrere Jahre kein Produkt, oder sagen wir lieber Machwerk von ihnen konsumiert, durfte aber dennoch Gebühren zahlen. Gebühren, weil ich da ich ja ein modernes Empfangsgerät, auch bekannt unter dem Namen Computer, besitze.
Auch die immer größer werdende Gier nach noch mehr Geld in Form von weiteren Gebühren, dem Ausbreiten im Internet und dem Senden von dem Mainstream angepasstem Schund macht mich sicherlich zu keinem Freund der Öffentlichen – von den Privaten aber auch nicht.

Überhaupt habe ich das Gefühl, dass sich der moderne Mensch immer mehr vom alten Konzept des „es wird um 20:15 Uhr die Sendung gesendet, kannst Du ja schauen, wenn nicht musst Du es eben aufnehmen, ansonsten Pech gehabt“ abwendet und die Sendungen dann sehen will, wenn er die Zeit und die Lust dazu verspürt. Ja, und selbst dieses – in Neudeutsch – on demand versteht zum Beispiel Premiere, pardon, Sky in der normalen Version über Receiver auch nicht zu bieten. Kurzum, langsam aber sicher, wir kommen zum Streamen der Sendungen die wir sehen wollen über das Internet.

Inzwischen wurde ich recht grosser Fan der ARD Mediathek. Da gibt es einige hochwertige Sendungen (ich schaue primär Dokumentationen in und um Deutschland herum) on demand auf meine kleine Mediabox. Dann immer wenn ich das möchte, dann wenn ich dazu Zeit habe. Leider aber hin und wieder mit ein paar Aussetzern – nämlich immer dann, wenn der Rest der Mannschaft, die sich in unserem Netzwerk befindet, meint ebenfalls irgendetwas bei Youtube schauen zu müssen. Dafür kann die ARD aber nichts, sondern die langsame DSL-Verbindung.